Test: Resistance 3

Insomniac Games haben mit dem dritten Teil von Resistance 3 ein episches Action-Abenteuer der Sonderklasse produziert, so kann man Resistance 3 wohl am schnellsten beschreiben.

Mit Resistance hat Insomniac Games eine First-Person Shooter Reihe der Extraklasse ins Leben gerufen. Kinoreife Erlebnisse wärend des Spiels, excellent animierte Figuren und Aliens, gepaart mit einer gehörigen Portion Action machen Resistance 3 zu einem der besten Shooter für die PlayStation 3.
Die Chimera haben seit dem letzten Kapitel von Resistance noch einmal kräftig zugeschlagen und die Welt in Schutt und Asche versetzt. In einem Kinoreifen Trailer wird dem Spieler am Anfang die Story der letzten Teile näher gebracht und bereitet den Spieler perfekt für den dritten Teil vor.

Story:

Ganze 4 Jahre sind seit dem schockierenden Finale von Resistance 2 vergangen und der damalige Held Nathan Hale wurde endgültig besiegt, ausgerechnet von einem Menschen. Joseph Capelli hieß der verantwortliche, der Natahn auf dem Gewissen hat und ausgerechnet jenen Jospeh spielen wir in Resistance 3. Dieser hat sich mit Frau und Kind im Bundesstaat Oklahoma verschanzt und versucht ein normales Leben zu führen. Außerhalb von allen Kriegsschauplätzen und Feinden.
Und grad in diesem verschlafenen Nest Haven beginnt die Story von Resistance 3, in dem es von der Chimera aufgespürt und völlig zerstört wird. Da Nathan erfahren hat das sich ein riesiges Wurmloch über New York City aufgetan hat somit das endgültige Ende der Welt kurz bevor steht, macht sich Nathan auf den Weg nach New York City um jenes zu verhindern.

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Gameplay:

Im Gegensatz zu anderen Shootern die vorab in den Himmel gelobt und sich als Luftnummer erwiesen haben, verzichtet Resistance 3 auf jegliche Experimente was das eigentliche Spielverhalten angeht. Unser Held Joseph kann demnach nicht nur 2 Waffen bei sich tragen, sondern im Laufe des Spiels aus dem kompletten Waffenarsenal wählen. Und dieses Arsenal füllt sich schon recht gut zum Anfang der Story hin.
Alle Waffen haben auch einen zweiten Feuermodus, der vom Schutzschild bis hin zu kleinen Minen reicht. Zusätzlich zu den Hauptwaffen kann man noch verschiedene Minen und Granaten bei sich tragen. Es gibt Splittergranaten, oder Minen die erst bei Feindkontakt hochgehen. Diese verschiedenen Waffensysteme sollte man aber auch überlegt einsetzen. Munition ist nicht grad reichlich vorhanden und man sollte schon für die jeweiligen Gegnerarten die passende Waffe zücken. Blind drauf zurennen und schießen ist jedenfalls die schlechteste Option, ein wenig Taktik muß dabei sein.

Sollte einem mal die Feuerkraft ausgehen oder die Lebensenergie senkt sich kritisch gegen Null, findet man meist bei getöteten Gegnern oder in anderen Verstecken des Levels weitere Munition oder grüne Kapseln, die einem die Lebensenergie zumindest teilweise wieder regenerieren. Durch diese Möglichkeit hat man immer die Chance im Level weiterzukommen und frustrierende, oder ungerechte Passagen bleiben so außen vor. Jedoch sollte man bedenken das nicht immer die Munition für die beste Waffe zu finden ist. Teilweise rennt man also mit einem Revolver panisch durch die Strassen und versucht so den übermächtigen Gegner ins Jenseits zu schicken. Dauert etwas länger, treibt einem den Angstschweiß auf die Stirn, aber macht unheimlich viel Spaß. So sollte eigentlich jeder guter Shooter aufgemacht sein.

Kleine Extras wie Tonbandaufnahmen oder Dokumente, die man in den verlassenen Häusern findet verleihen der Story zusätzlichen Tiefgang und man ist erschrocken wie die Menschheit von den Aliens vernichtet wird. Ich muß sagen, das ich nur bei recht wenigen Spielen Tonbandaufnahmen, Skripte oder Tagebucheinträge lese, da die Story bei den meisten Spielen doch arg zu kurz kommt. Bei Resistance allerdings brennt der Spieler förmlich darauf die vergangenen Ereignisse zu erfahren. Sehr gut gemacht und trägt immens zur Spieltiefe bei.

Die Zwischen- oder Endgegner stellen bei Resistance 3 eine wahre Herrausforderung dar. Zum einen ist man sichtlich geschockt, welche Gegner einen dort entgegenkommen und man fragt sich teilweise schon wie man dieses Alien vernichten soll. Andererseits sind die Gegner nie zu stark, so das man nach einer Stunde gefrustet das Gamepad in die Ecke wirft. Jeder Gegner braucht seine spezielle Taktik und auch eine spezielle Waffe. Zwar sind sie auch anders zu schlagen, dauert dann aber merklich länger. Die Inszenierung dieser Zwischen- oder Endgegner ist mit das Beste was ich je auf einer Konsole gesehen habe.

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Steuerung:

Auch bei der Steuerung verzichtet Resistance 3 auf Experimente und bietet dem eingefleischten Shooter-Experten, oder auch dem blutigen Anfänger eine verständliche Steuerung. Lediglich das Rennen ist ein wenig seltsam, da die Laufbewegungen der Figur auf dem Bildschirm dargestellt werden und man das Gefühl hat gleich Seekrank zu werden. Aber kurze Sprints in die Verstecke sind problemlos möglich. Viel gerannt oder gesprungen wird zum Glück eh nicht und man kann sich auf das Anvisieren oder Schießen besinnen, hier gibt es überhaupt nix auszusetzen. Es gibt zum Glück keine toten Winkel oder andere Gemeinheiten, die einem das Leben bei einer First-Person Perspektive schonmal schwer machen können. Man behält also auch bei intensiver Gegnereinwirkung immer noch das Geschehen im Auge und kann problemlos reagieren.

Grafik:

Nicht ganz unwichtig, aber bei dieser Story und Gameplay fast schon nebensächlich, ist die Grafik. Hier fährt Insomniac Games schwere Geschütze auf und bringt noch nie dagewesene Effekte und Gegner auf den heimischen Plasma. Angefangen von der sehr detaillierten und perfekt zur Weltuntergangsstimmung passenden Umgebung, über den immens bedrohlich wirkenden Alien Raumschiffen bis zu den gewaltigen Chimeras ist bei Resistance 3 alles vertreten. Allein das Anfangslevel in Haven, wo die ersten Chimera Horden abgewehrt werden müssen, bietet dem Spieler ein Endzeitszenario der Spitzenklasse. Zerstörte Häuser, umgekippte Autos, realistisch wirkender Wind der die Blätter und den Staub von der Sraße fegt und mittendrin die Chimeras. Selten so eine Atmosphäre in einem Spiel erlebt. Und trotz der imposanten Gegner und Geschehnisse habe ich zum Glück keine Aussetzer der Grafik-Engine festgestellt. Selbst bei der Ankunft der Raumschiffe gab es keine Ruckler zu vermerken. Hier wurde ganze Arbeit geleistet.
Natürlich darf man die Grafik nicht mit der zerstörbaren Umgebung eines Bad Company 2 oder Battlefield 3 vergleichen. Zerstörbar ist hier fast gar nix, brauch es aber auch nicht. Da es ein reiner Action-Shooter ist und nicht viel mit Taktik am Hut hat. Ich hab zerstörbare Dosen, TVs oder Wände jedenfalls nicht vermisst.

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Sound/Musik:

Nix bombastisches aber durchaus passende Untermalung dieses Grafikspektakels ist der Sound, beziehungsweise die Musik. DTS Sound versteht sich von selbst, ist aber nicht so excellent umgesetzt wie die Grafik. Natürlich wummert es bei den ganzen Explosionen und Geschossen aus sämtlichen Boxen, die im Wohnzimmer aufgestellt sind, aber etwas besonderes ist es nicht. Im Vergleich zu Battlefield 3, wo meiner Meinung nach im Bereich Sound ganz neue Maßstäbe gesetzt wurden, schneidet Resistance 3 nicht so gut ab. Soll jetzt aber nicht heißen das man enttäuscht wird.
Wovon ich wirklich ein wenig enttäuscht bin, ist die Synchronisation der einzelnen Charaktere im Spiel. Lippensynchron wird nur ganz selten gesprochen und die Stimmen passen oftmals nicht ganz zu der jeweiligen Figur und Stimmung. Mag sein das es auf Englisch anders ist, aber auf Deutsch gibt es da schon besseres.

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Fazit:

Nach den beiden letzten Teilen von Resistance macht Resistance 3 nochmal einen gewaltigen Schritt nach vorne. Mit Joseph Capelli als Spielfigur zieht man in ganz neuen Dimensionen gegen die brutalen und grausamen Chimeras in den Krieg und versucht mal wieder das Ende der Welt zu stoppen. Grafisch eine ganz neue Ära der Action-First-Person Shooter und von der Atmosphäre gibt es glaub ich nichts vergleichbares, welches die düstere Stimmung und das Endzeitszenario so perfekt einfangen.

Für Freunde der First-Person Shooter, die neben den ganzen Flops wie Duke Nukem oder Ähnliches mal ein atmosphärisch dichtes und bombastisches Spiel erleben wollen, empfehle ich Resistance 3 zu 100%. Ein anderes Spiel mit solch einer Story und Tiefgang hab ich für die PlayStation 3 selten gefunden und gespielt.

Zu erwähnen sei noch das der Multiplayerpart auch eine gewichtige Rolle spielt und das Spiel auch nach dem 10ten durchspielen nicht langweilig ist. Hierzu kann ich leider nichts schreiben, da Resistance 3 das erste Spiel mit dem sogenannten Onlinepass ist. Dieser Pass läßt sich leider nur auf einem System aktivieren und so versagt der Multiplayermodus auf anderen Systemen leider seinen Dienst. Es sei denn man kauft sich für 10,- Euro einen neuen Onlinepass.

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Da ich Resistance 3 hier in einem Gewinnspiel bald verlosen will, verzichte ich auf die Aktivierung des Onlinepasses und gebe dem Gewinner des Spiels somit auch die Möglichkeit das Spiel Online zu spielen. Laut anderen Berichten ist der Multiplayermodus durchaus lohnenswert.

Ein herzliches Dankeschön geht hiermit an Sony Computer Entertainment Deutschland, die uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zu Resistance 3 zur Verfügung gestellt haben.

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