Test: Uncharted 3: Drake´s Deception

Das folgende Review ist für ein PlayStation 3 Spiel geschrieben, nicht für einen weiteren Teil der Indiana Jones Filmreihe. Das sollte ich vielleicht vorweg nehmen, da man sonst allen Ernstes denken kann das Indy noch einmal die Peitsche schwingt. Was Naughty Dog wieder einmal aus der PS3 gezaubert hat ist schier unglaublich und läßt so manchen Abenteuerfilm im Kino richtig blass aussehen.

Die Story:

Zusammen mit seinem alten Freund “Sully” Victor Sullivan, der schon in den ersten beiden Teilen an der Seite von Drake stand, geht es auf die Suche nach dem alten “Atlantis des Sandes”. Interessanterweise spielt in der Story ein direkter Verwandter von Drake, Sir Francis Drake eine nicht unwichtige Rolle.

Auf der Suche nach dem Atlantis des Sandes gilt es diverse Schauplätze der Welt zu besuchen und sich durch teilweise fiese Fallen zu schlagen. Ganz im Stil von Indiana Jones.
Aufgrund der Tatsache das die Story schon fast Kinoreif ist möchte ich hier nicht mehr allzuviel drüber schreiben und euch wichtige Passagen im Vorfeld zu verraten.

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Gameplay:

Gespielt wird bei Uncharted in der Third-Person Ansicht, das heißt ihr seht eure Spielfigur von hinten. Ganz im Stil von Tomb Raider. Durch diese Ansicht hat man bei vielen anderen Spielen oftmals das Problem viele Stellen eines Raumes nicht sehen zu können, da sie im toten Winkel liegen oder von dem Charakter verdeckt werden. Dieses Problem konnt ich bei Uncharted 3 nicht feststellen, da man einerseits mit dem rechten Analogstick die Kamera quasi um die Figur drehen kann und zusätzlich noch in die First-Person Sicht umschalten kann. Hier kann sich Drake zwar nicht bewegen, sich aber um 360 Grad umschauen. Mit diesen beiden Möglichkeiten entgeht einem überhaupt nichts mehr. Ein wenig kniffelig wird es allerhöchstens bei den Sprung-Passagen, hier sollte man schon genau hinschauen in welche Richtung Drake schaut und springt.

Sollte jedoch ein  Sprung mal daneben gehen, oder Drake haucht in anderer Weise sein Lebenslicht aus, kann man genau vor dieser schwierigen Stelle recht schnell von vorne beginnen. Entfernt auseinanderliegende Speicherpunkte gibt es zum Glück nicht. Ihr könnt an jeder belieben Stelle im Spiel zwischenspeichern, sofern das Spiel es nicht eh automatisch macht.

Im Laufe des Spiels wird Drake auch auf richtige Scharen von Gegnern treffen. Hier hat Naughty Dog das Kampfsystem noch einmal verbessert. Einerseits kann Drake sich jetzt lautlos anschleichen und so geräuschlos seine Gegner ausschalten. So kann man sich zum Beispiel an die Innenseite eines Brunnenschachtes hängen und sich seinen Gegner von hinten schnappen und ihn in den Schacht befördern. Solche Situationen findet man im Spiel öfter bieten eine nette Abwechslung zu den normalen Kämpfen.
Aber auch bei den herkömmlichen Faustkämpfen hat Naughty Dog nachgebessert. So läßt sich die Umgebung eines Levels teilweise im Kampf mit einbeziehen. In der Küche zum Beispiel kann man Bratpfannen zur Schlaghilfe nehmen oder haut seine Gegner durch geschlossene Fenster, etc. Hier kommt richtiges Indiana Jones Feeling auf.

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Die teilweise kniffligen Rätsel im Spiel löst man teilweise auch wie der gute alte Indy, hier lassen sich wieder einmal parallelen ziehen. Drake besitzt nämlich auch ein altes Notizbuch was er bei etwas schwierigen Rätseln zur Hilfe nehmen kann. Einmal gezückt verrät es durch Skizzen oder Beschreibungen wie das ein oder andere Puzzle zu lösen ist. Sollte man im Spiel partu nicht weiterkommen, wird man vom Spiel gefragt ob man die Lösung präsentiert haben will. So sind völlig frustierende Erlebnisse im Spiel quasi ausgeschlossen und man kann sich im schlimmsten Fall die Lösung zeigen lassen. Trotzdem sollte man versuchen die Rätsel zu lösen, diese sind nicht unfair gestaltet und lassen sich durch gezieltes Nachdenken auch ohne Hilfe lösen.

Steuerung:

Da Uncharted ein typisches Third-Person Spiel ist, fällt die Steuerung quasi wie bei einem Jump´n Run Spiel aus. Drake kann auf Knopfdruck  seine Waffe ziehen, springen, ducken oder Gegenstände benutzen. Die Waffenwahl fällt durch das Steuerkreuz auch recht einfach aus, wobei bei Uncharted die Waffen im Hintergrund stehen. Zwar gibt es unterschiedliche Waffen die man aufsammeln kann und sogar Granaten. Aber Uncharted bleibt und ist ein Abenteuerspiel wo die Hauptaugenmerke auf das Laufen, springen, klettern und Rätsel lösen liegt. Und jene Eigenschaften lassen sich wunderbar mit dem Controller umsetzen. Die Steuerung wurde bei Uncharted 3 mittlerweile perfekt umgesetzt.

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Grafik:

Dank eines aufwendigen Motion Capturing Verfahrens hat Naughty Dog die Bewegungsabläufe im Spiel und die Charaktere an sich,  schon auf Kinoniveau gehoben. Uncharted 3 bietet feinste Zwischensequenzen die sich absolut nahtlos in das eigentliche Spiel einfügen und für reihenweise offene Münder im Freundes/Bekanntenkreis sorgen. Was es hier im Spielverlauf an Details zu sehen gibt, ist schier unglaublich.
Ich habe bereits im Januar 2011 davon berichtet das die Entwickler wohl mit Uncharted 3 eine nahezu 100%ige Auslastung der PlayStation 3 erreichen werden. Nun, ich weiß nicht inwiefern die PS3 ausgelastet ist und wieviel Platz nach oben ist, aber Ruckler oder verschwommene Texturen gibt es bei Uncharted 3 nicht. Demnach kann man vielleicht davon ausgehen das mit Uncharted 4 noch eine Schippe draufgelegt wird. Wie auch immer das aussehen soll.

Einzig das die Charaktere in der deutschen Ausgabe nicht lippensynchron sprechen fällt manchmal doch schon auf. Dies ist aber wirklich nur am Rande erwähnenswert und schadet der gewaltigen Präsentation nicht im geringsten.

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Sound/Musik:

Auch hier macht Naughty Dog keine Fehler was ein richtig gutes Abenteuerspiel ausmacht. Kinoreife Effekte wie Einschüsse oder Explosionen sind wuchtig, die deutschen Stimmen passend zu de Charakteren und die Musikuntermalung paßt sich der jeweiligen Atmosphäre an. Genial gemacht, mehr kann man dazu nicht sagen. Vielleicht hätte man noch ein wenig mehr atmosphärische Sounds in die Level packen können, wie typische Urwaldgeräusche im Dschungel oder der typische Lärm auf den Strassen in einer Stadt. Aber letztendlich gibt es in dem Bereich wie schon bei der Grafik nix zu meckern.

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Fazit:

Eigentlich allen PlayStation 3 Besitzern kann ich Uncharted 3 unbedenklich empfehlen. Wenn man auf actionreiche Abenteuerspiele steht kommt mit Drake´s Deception ein perfekt umgesetztes Erlebnis auf seine PS3. Es gibt unzählige Rätsel zu lösen, spannende und abwechslungsreiche Kämpfe, wunderschön in Szene gesetzte Level und Schauplätze und eine Kinoreife Präsentation in allen Bereichen.

Ein absoluter Pflichtkauf!

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